Ethikrichtlinien des Ausbilderzirkel Verbandes:

Präambel

Diese Ethikrichtlinie regelt ethische Fragen, die sich aus der Berufsausübung von Ausbildern in allen Berufsgruppen ergeben. Sie zielt darauf,

  • die eigene Arbeit und das Handeln zu fördern
  • die Auszubildenden vor unethischen Handeln von Ausbildern zu schützen
  • die Arbeitsqualität der Ausbilder zu steigern

Grundsätze

Ausbilder sollten bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit stets auf die ethischen Grundsätze achten. Die Auszubildenden sind von Ihnen zu fördern und fordern. Der Ausbilder soll seine Methodenkompetenzen nutzen und dem Auszubildenden den bestmöglichen Lernerfolg ermöglichen. Auszubildende sind behutsam zu behandeln, auch dann, wenn ein Auszubildender nach mehreren Unterweisungen ein Thema nicht verstanden hat.

Qualitätssicherung

Der Verband verfolgt das Ziel, die Qualität in der Ausbildung nachhaltig zu verbessern. Zudem soll der Umgang mit Auszubildenden wertschätzend und auf Augenhöhe sein. Der Ausbilder holt sich dazu regelmäßig Feedback ein und evaluiert regelmäßig seine Arbeitsqualität. Um die eigene Kompetenz zu erhalten und zu verbessern, bildet sich der Ausbilder regelmäßig weiter. Dies kann der Ausbilder in Form der kostenfreien „Ausbilder-Treffen der Akademie KoBiCo®“ tun.

Der Ausbilder schult interessierte Ausbildungsbeauftragte in Unterweisungsmethoden, um die Qualität der Ausbildung auf einem hohen Niveau im Unternehmen zu halten / bringen.

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Verhältnis zwischen Ausbilder und Auszubildender

Das Verhältnis zwischen Ausbilder und Auszubildenden ist durch eine wertschätzende und partnerschaftliche Ausrichtung geprägt. Dies soll nicht bedeuten, dass der Ausbilder keine autoritären Führungsstile mehr einsetzen darf. Das bedeutet lediglich, dass der Auszubildende in seiner Rolle akzeptiert werden soll.

Verhältnis zwischen Prüfer und Auszubildenden / Ausbildern

Verhältnis zwischen Berufsschullehrern und Auszubildenden

Verhältnis zwischen Dozenten und Lernenden

Umgang mit Problemen

Sollte während der Ausbildung ein scheinbar unlösbares Problem auftreten, zieht der Ausbilder den Betriebsrat (Jugend- und Auszubildendenvertretung) den Ausbildungsberater oder den Schlichtungsausschuss hinzu. Sollte eine Einigung nicht machbar sein, so zieht der Ausbilder einen Mediator hinzu. Bei dem Wunsch einer Vertragsauflösung mit dem Auszubildenden soll der Ausbilder dem Auszubildenden seine Erfahrung und Unterstützung bei der Suche einer neuen Ausbildungsstelle anbieten.

Datenschutz und Verschwiegenheit

Der Ausbilder verpflichtet sich, über die geltenden Datenschutzbestimmungen zu informieren und diese bei den Auszubildenden gewissenhaft umzusetzen. Der Ausbilder wahrt gegenüber Dritten (anderen Auszubildende und, Familienangehörigen = sofern volljährig) striktes Schweigen. Weder Leistungen noch Fehltritte des Auszubildenden gehen an Personen, die nicht an der Ausbildung beteiligt sind. Die Mitarbeiter im Unternehmen dürfen nur in dem Umfang informiert werden, wie das zur Erfüllung der Aufgaben notwendig ist. In Supervisionen und Ausbilder-Treffen eingebrachte Situationen müssen insoweit anonymisiert werden, dass identifizierende Rückschlüsse auf Einzelpersonen nicht möglich sind.

Kollegiales Handeln

Der Ausbilder, Dozent, Prüfer oder Lehrer wird zum Berufsstand keine schädigenden Aussagen in der Öffentlichkeit tätigen. Der Umgang mit Kollegen ist fair und gleichberechtigt.

Werbung

Jedes Mitglied des Ausbilderzirkel Verbandes darf mit dem Logo werben, sofern dies nicht in einem negativen Missbrauch stattfindet.

Verstoß gegen die Ethikrichtlinie

Im Falle eines Verstoßes, kann der Ausbilderzirkel einen Ausschluss aus dem Verband erwirken.